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25 Jahre Abteilung Sportkegeln

Artikel in der BKZ vom 22.09.2012 zum Jubiläum der Sportkegler

Ein Jubilar, der schon oft Grund zum Jubeln hatte

TSG-Sportkegler blicken auf 25 zumeist erfolgreiche Jahre zurück ? Fehlen einer vereinseigenen Anlage war mehrfach ein Problem

(pww). 1986 entschlossen sich Paul Peter Engert, Walter Lack und Werner Mögle, in Backnang eine eigene Sportkegelabteilung zu gründen. Zuvor hatte das Trio in Winnenden die Faszination dieser Sportart erlebt. Nach mehreren Gesprächen mit Manfred Strohhäcker, dem damaligen Vorsitzenden der TSG Backnang 1846, war's am 8. Februar 1987 so weit. 18 Interessierte ? darunter 13 neue Mitglieder ? kamen zur Gründungsversammlung auf den Hagenbach. Nur ein halbes Jahr später starteten die Männer bei Pflichtspielen des Württembergischen Keglerverbands. Damals in der D-Klasse. 25 Jahre später blicken die TSG-Kegler auf insgesamt fünf Aufstiege und viele Erlebnisse zurück.

Gründeten am 8. Februar 1987 bei der TSG Backnang 1846 eine Sportkegelabteilung (von links): Jörg Oberste-Brink, Utz Oberste-Brink, Walter Lack, Jürgen Baron, Hans Hofer, Wolf-Gunter Müller-Gmelin, Paul Peter Engert, Werner Mögle, Rolf Fix, Otto Weller, Wolfgang Prade, Bernhard Bähr, Volker Piesch. Foto: K. Koehler

Von Anfang an schwierig war die Situation der Sportstätte. Bis heute fehlt den Backnangern eine vereinseigene Kegelanlage. Das brachte in den vergangenen neun Jahren durchaus Probleme. Hatte sich die Mitgliederzahl und das Durchschnittsalter zunächst von Jahr zu Jahr langsam, aber sicher nach oben entwickelt, schrumpft die TSG-Abteilung seit 2003. Wobei das nur die Zahl der aktiven Kegler betrifft. Waren's einst 25, sind's momentan noch 18. Insgesamt weist die Abteilung derzeit 29 Mitglieder auf. Die vereinsfremden Kegelbahnen sorgten zudem zum Teil für hohe Kosten. Das zog wiederum vergleichsweise hohe Abteilungsgeb?hren nach sich. Dank des Kassiers Walter Lack, der das Amt 23 Jahre innehatte und erst 2010 von Jürgen Baumann abgelöst wurde, stimmten die Finanzen der Abteilung aber immer.

Nach Jahren des Suchens und des Umzugs, nun wieder in der alten Heimat

Seit 2011 sind Backnangs Sportkegler nun wieder dort, wo sie begonnen haben. In der Tennisanlage an der Weissacher Straße, die seit 1995 aber nicht mehr der Familie Mauthe, sondern der TSG Tennis gehört. Die Heimkehr verdanken sie nicht zuletzt dem Einsatz von Horst Adam, dem Vorsitzenden des Hauptvereins. Mit der Rückkehr einhergehen soll ein Aufschwung. Sportlich und zahlenmäßig. Zumindest wünschen sich das die Verantwortlichen des Jubilars, die männliche und weibliche Hobbykegler mithilfe des Angebots eines kostenlosen Schnuppertrainings von dem Sport überzeugen wollen. Denn nachdem's viele Jahre zwei Männerteams und eine Frauenmannschaft gab, sind derzeit nur ein Männer- und ein gemischtes Team am Start.

Dabei hatten die Backnanger in den Anfangsjahren große Schubkraft entwickelt. Was 1987 in der D-Klasse begonnen hatte, war schon 1993 in der A-Klasse angelangt. In der Saison 1995/1996 gelang dann der Aufstieg in die 2. Bezirksliga. Nun mussten pro Kegler nicht mehr nur 100, sondern 200 Schub absolviert werden. Das war kein großes Problem. Bereits vier Jahre später war die 1. Bezirksliga erreicht. Auch dort mischten die TSG-Herren vorne mit. Und als der Verband 2003 eine Regionalliga Mittlerer Neckar ins Leben rief, qualifizierte sich Backnang in zwei Entscheidungsspielen gegen Weinsberg in die Liga. Sportlich war's der Höhepunkt. Sechs Jahre schaffte es die TSG, die Regionalliga zu halten. 2009 war es aber vorbei. Nach dem Entscheidungsspiel gegen den punktgleichen SV 1845 Esslingen gab's den ersten Abstieg des ersten Männerteams. Seitdem ist die Bezirksliga wieder die Heimat. Überhaupt war 2009 kein gutes Jahr. Wegen Spielerabgängen musste die zweite Männermannschaft, die's seit 1990 gab, abgemeldet werden.

Schon fünf Jahre vorher hatte es das Frauenteam getroffen. 1991 ins Leben gerufen, hatten die Backnangerinnen meist in der A-Klasse gespielt. Nur zwei Jahre war es in der Bezirksliga um Punkte gegangen. 2004 war ganz Schluss. Es mangelte an Keglerinnen. Wenigstens reicht die Zahl an Männern und Frauen, dass ein gemischtes Team als TSG II startet. Wobei's an leistungsstarken Frauen nicht mangelt. Dieses Jahr qualifizierten sich zum Beispiel Antje Gunkel und Heike Brosig dank vierter und fünfter Plätze bei der Bezirksmeisterschaft für die württembergischen Titelkämpfe. Dort schaffte es Brosig auf Platz 12, während Gunkel den Endlauf nicht erreichte.

Bei den Männern war's Wolfgang Prade, der sich bei einer Einzelmeisterschaft sehr gut platzierte. 2005 wurde das letzte Gründungsmitglied, das noch aktiv kegelt, Zweiter der Bezirksmeisterschaft. Bei der Württembergischen verpasste Prade als 14. nur knapp die Endrunde.

Selbstverständlich waren Backnangs Sportkegler nicht nur im reinen Wettkampfbetrieb aktiv. Um als Randsportart, die eher verborgen im Keller der verschiedenen Vereinsanlagen stattfand und nur von einer kleinen Schar hartnäckiger Fans verfolgt wurde, weitere Mitstreiter zu gewinnen, wurden einige Aktionen durchgezogen. Es gab Backnanger Kegeltage, das Freizeitkegelturnier, Kegeln für alle im Rahmen von Trimm dich, das Kegelderby, mehrere Schülerferienprogramme und - nicht zu vergessen - die Freiluftkegelbahn bei den TSG-Sommerfesten auf dem Hagenbach sowie in der Innenstadt beim Tulpenfrühling und Gänsemarkt. Zudem engagierte sich die Abteilung für gute Zwecke. Es begann 1990 mit dem Polditurnier zugunsten der Kinderkrebshilfe und einem Keglerball. Für den Verein Sternentraum wurde dann noch die Aktion Kegeln für Benny aus der Taufe gehoben. Das alles und die vielen Ausflüge waren aber nicht die einzigen Aktivitäten. Um sich sportlich weiterzuentwickeln gibt's seit 1988 fast jedes Jahr im Sommer ein Trainingslager. Dabei ging's in Orte wie Eckersmühlen bei Nürnberg, Grün am Harmersbach (Kinzigtal), Oberviechtach (Bayern), Großenhain bei Dresden. Und auch bei der Kegel-WM 2009 im badischen Dettenheim waren Backnanger dabei - als Zuschauer.

Und was wurde anlässlich des 25. Geburtstags gemacht? Zu Beginn dieses Sommers mit einem Jubiläumsturnier und anschließendem Festakt gefeiert. So sind die TSG-Sportkegler halt: Klein, aber fein. Auch noch nach 25 Jahren.

Sorgten für den bislang größten sportlichen Erfolg (von links): Wolfgang Prade, Eckhart Flaig, Volker Häuser, Rainer Drechsel, Werner Mögle und Wilfried Bartsch. Die sechs Männer schafften 2003 den Aufstieg in die Regionalliga, in der die TSG-Kegler sechs Jahre um Punkte kämpften. Foto: E. Layher



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